„Die schönste Erfahrung, die wir machen können, ist die Erfahrung des Unbegreiflichen.“     
Albert Einstein       

         

 

Psychoanalyse

Die Psychoanalyse ist eine Wissenschaft, die sich den unbewussten Prozessen im Menschen, in der Gesellschaft und in der Kunst widmet.

Als Therapeut beschäftigt sich der Psychoanalytiker mit der komplexen, mehrschichtigen Innenwelt des Patienten, seinen Vorstellungen, Wünschen, Phantasien und Widersprüchen. Vor dem Hintergrund der Entwicklungsgeschichte des Patienten und der Gestaltung seiner Beziehungen zu seiner Welt entwickelt sich ein prozesshaftes, psychoanalytisches Verstehen und Begreifen.

Da die Beziehungsarbeit zwischen Analytiker und Patient im Zentrum der psychoanalytischen Therapie steht, kommt der Patient über einen Zeitraum von ca. 3 Jahren, mindestens drei Mal wöchentlich zur Behandlung. Verständlicherweise ist die psychoanalytische Therapie ein so intensives und langwieriges Verfahren. Von allen heute praktizierten Psychotherapien ist die psychoanalytische Behandlung mit Abstand das anspruchsvollste Verfahren.

Der Psychoanalysepatient muss äußerst motiviert, ausdauernd und wissbegierig sein. Der Patient oder die Patientin sollte die Bereitschaft mitbringen, über die mit Angst und Schuldgefühlen beladenen intimen Erlebnisse zu sprechen. Eine Persönlichkeitsreifung benötigt Zeit und ist nicht ohne Mühe zu erlangen. Patienten müssen daher zunächst auf rasche und vorübergehende Ergebnisse verzichten können.

Die Kostenübernahme durch die Gesetzlichen Krankenkassen ist mit max. 300 Stunden gewährleistet.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist in ihrer Theorie der Psychoanalyse angelehnt. Auch sie geht davon aus, dass unser Denken, Handeln und Fühlen weniger unserem Willen, sondern mehr uns unbewussten Einflüssen unterliegt. In Abgrenzung zur Psychoanalyse werden in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie vornehmlich aktuelle Konflikte bearbeitet, weniger deren frühere Ursachen. Das tiefenpsychologisch fundierte Arbeiten orientiert sich eher am Hier und Jetzt des Beziehungs- und Arbeitslebens des Patienten und hat sowohl stützenden wie auch konfrontierenden Charakter. Eine tiefenpsychologische Behandlung findet ein- bis zweimal Mal in der Woche statt und umfasst in der Regel einen Behandlungszeitraum von ein bis zwei Jahren.

Die Kostenübernahme durch die Gesetzlichen Krankenkassen ist mit max. 100 Stunden gewährleistet.